Lidl und der Bahnhofsweg

16.7.2016

Anksuni untersucht den Lidl-Markt im Kamppi sehr genau. Fast so als würde sie eine Inspektion machen. Vielleicht macht sie das auch. Für mich ist es ja nur ein ganz normaler Supermarkt. Das Aufregende ist ja, dass es diese Kette auch in Deutschland gibt. Also stelle ich auch ein paar Vergleiche an.
Anksuni jedoch arbeitet bei dieser Kette in der Schweiz. Also fällt ihr Vergleich ziemlich akkribisch aus, zumal sie auch die ganzen Anforderungen der Chefetage für  einen Laden im Kopf hat.

Ich muß zugeben, mich langweilt es ein wenig. Aber um ihr den Spaß nicht zu nehmen, was garantiert passieren würde, wenn ich ähnlich interessiert  neben ihr stehen würde, wie viele Männer es beim Klamottenshoppen sind, gehe ich lieber vor die Türe.

Neben dem Lidl gibt es eine Apotheke, na da schaue ich mir doch mal an, was eine finnsiche Apotheke so zu bieten hat.

Man hört immer wieder, dass Finnland im Vergleich zu Deutschland so teuer ist. Stimmt auch oft. Aber einige Sachen sind günstiger. So zum Beispiel Ibuprofen und Paracetamol in der Apotheke. Ich schoppe ein wenig. Irgendwann kommt der nächste Kopfschmerz! Und dann kann ich an Finnland denken.
Und das muß ich Anksuni noch zeigen, bevor wir Kamppi wieder verlassen. Auch sie schlägt hier zu. Angebote muß man nutzen.

Nun also die Metro Richtung Rautatieasema.
Dort erwartet mich noch eine kleine Herausforderung. Anksuni hat ja laut eigenen Aussagen, keinen so gut ausgeprägten Orientierungssinn, wie ich. Stimmt schon, konnte ich prüfen die Woche.
Gut manches erschließt sich mir da nicht so, weil ich mich immer an Bezugspunkten orientiere und dann denke: “Mensch, den Turm vom Hauptbahnhof kann man doch gar nicht übersehen!” Kann man eigentlich auch nicht, aber jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung.

Wir üben also den Weg von der Tram zum Rautatieasema!
Herausforderung: Wir müssen den Weg zu den Gleisen finden, obwohl der Hauptbahmhof zwischen 2 und 5 Uhr morgens geschlossen ist. Anksuni braucht einen Zug, der ca. 4:30 Uhr Helsinki in Richtung Flughafen verläßt.

Natürlich holen wir uns männliche Hilfe 😛 Nein nicht ganz so krass. Ich befrage einfach einen der netten Security Leute und der zeigt mir den Tunnel, der am Elinaukio durch das Gebäude des Bahnhofs zu den Gleisen führt.
Also von der Tram an der Aleksanterinkatu die Keskuskatu runter, an der Ampel die Kaivokatu überqueren. Dann links am Gebäude des Bahnhofs lang, wenn es zuende ist rechts abbiegen und dann nach ca. 50 m in den kleinen Tunnel und Bingo da sind die Gleise.

Und weil der Zug zum Flughafen sicher einer der ersten sein wird, wird er wohl auch, so die freundliche männliche Hilfe, nicht auf einem der hinteren Gleise, sondern schön direkt am Eingang abfahren! Hat alles gepaßt, Anksuni hat ihren Flieger bekommen und ist wieder sicher in der Schweiz gelandet.

Wobei in Sachen Finnland mir das Konzept eines verpaßten Rückflugs und dauerhaftem Strandens gefallen würde.

So und wo wir schon mal am Hauptbahnhof sind, schnappen wir uns einen P-Juna und fahren Richtung Flughafen. Plan ist: in Louhela den Zug verlassen und dann in Vantaa Minigolf spielen gehen!

 


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