Intermezzo – Farben und Design

Ich erinnere nochmal an die Studenten und ihre farbigen Overalls.

Als ich in Helsinki war, war die Stadt gerade in den letzten Tagen der jährlichen Designweeks. Hab ich leider nicht ganz so viel von mitbekommen, aber mit ist im Alltag in den Straßen einiges aufgefallen.

Es gab viele Frauen, die ganz normal rumliefen: Jeans, T-Shirt, Sneaker. Nichts spektakuläres.

Auffällig war für mich aber u.a. das es wenige Frauen gab, die – ich nenne es mal abgehalftert – herumliefen. Also so ein bestimmter Stil, der signalisiert: ich habe mich aufgegeben. BH ja, aber in Richtung Hänge-Titten. Pullover: aus irgendeiner Mottenkiste und die Hose, naja ist halt bequem.

Das ist richtig, richtig gruselig.!

Damen, die so rumlaufen, fallen mir immer schnell unangenehm auf.

Ok und dann die wunderbare Kehrseite der Medallie, die ich in Helsinki mitbekommen habe. Helsinki ist für mich eine wunderbar bodenständige Stadt, aber ohne komisch rustikal und prollig zu wirken.

Es gab ganz viele Frauen, die auf eine besondere Art gestylt rumliefen. Aber nicht dieses hypermodische gestylt sein, sondern sehr individuell.

Da war entweder ein besonderer Parka aus einem tollen Stoff im Spiel, ein Shirt mit einem raffinierten Schnitt, einem außergewöhnlichen Stoff (konnte man am Fall des Stoffes erkennen) oder auch einer besonderen Farbe. Da wurden dann locker Sneakers oder Chucks zu getragen. Einfach genial.

Ich bin ja selber auch der bunte Typ, mit rot-grünen Haaren. In Deutschland ist man damit schnell in der Punk-Ecke.

In Helsinki durfte ich erleben, das bunte Haare durchaus auch sehr egant sein können. Ich habe noch nie soviele Frauen mit blauen oder türkisfarbenen Haaren gesehen, wo aber der ganze Kopf in der Farbe war, wie in Helsinki.

Besonders in Erinnerung wird mir eine junge Frau bleiben, die ihre Haare hellblau gefärbt hatte. Dazu trug sie ein romantisches Outfit mit Rosenmuster. Eine echte Augenweide!

 

 

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6 thoughts on “Intermezzo – Farben und Design

  1. Hallo Helen!
    Auch ohne Fotos kann ich mir das lebhaft vorstellen. Ich könnte stundenlang bei einer Tasse Tee sitzen und mir die Menschen anschauen. Einmal habe ich gezählt, wie viel Menschen lächelnd an mir vorbeischlendern. Es war erschreckend wenig und das obwohl die Sonne schien und es ein herrlicher Frühlingstag war.
    Hier sehe ich Leutz beim Einkaufen, die so, wie sie vom Strand kommen, sind. Also Badehose, Latschen, Schlabbershirt, Jogginghose mit Essensresten, zerdetschtes Haarkleid und mehrfach Kind mit Bademantel. Das ist mehr als gruselig!

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    • ist ja manchmal nichts dagegen zu sagen, das man auch mal so wie man gerade ist, schnell zum einkaufen geht, aber ich fand es schön, wie hübsch einige frauen gekleidet waren und auch die, die jetzt nicht so super designed waren, da hatten aber viele einen witzigen touch.

      ich mag es auch leute anzuschauen

      das mit dem lächeln im gesicht, diesen test werde ich in berlin nicht machen. das würde wahrscheinlich dein ergebnis noch toppen

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  2. Helen,
    mach ihn mal und das in Berlin und im Januar in Helsinki. Und dann sag das Ergebnis! Ich bin eine Woche später durch die Stadt mit meinem Mann und habe Mensch gefragt, ob er glücklich ist und die Bitte anbei, dass sie sofort und spontan antworten müssen. 2 mal bekam ich ein Ja! 1 mal ein Warum! und sonst nichts. Und die Stadt war voll! Die dachten alle, ich hätte eine Macke und mal ehrlich, die habe ich gern.
    Anderes Erlebnis:
    Ich kam grad vom Urlaub heim mit Männe. Wir hatten unsere Wahlheimat gefunden. Ich stand vor dem Geschäft (er war drin zum Einkaufen) und hatte vor meinem Gesicht all das, was ich liebte und bald als neue Heimat haben würde (Meer, Wasser, unwirkliches Wetter und mehr). So lächelte ich wohl vor mir hin, ohne es zu wissen. Eine alte Dame mit Rollator hielt an:”Kennen wir uns?” “Nein, denke nicht, warum?” “Sie lächeln mich so an und ich dachte, dass wir uns kennen müssten.” “Nein, ich lächele, weil ich glücklich bin.” “Oh! Danke.” und sie ging weiter und drehte sich noch drei mal um und …………. lächelte.

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    • danke tina

      werde das mal testen

      in helsinki habe ich auch viel ganz viel gelächelt
      in berlin frißt einem oft der alltag auf

      aber die geschichte mit der alten frau ist toll
      kiitos

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  3. Ja Helen,
    dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Ich habe sie noch vor meinem inneren Auge und auch das Gefühl, was ich damals hatte, ist noch lebendig geblieben durch sie.
    Seit dem schaue ich, mir egal wann immer die Momente hervor zu holen, die mich so lächeln lassen. In solchen Minuten ist es fast so, als würde ich es in den Händen halten, anderen Menschen etwas schenken zu können, was sie vermissen—– einfach mal ein freundliches Gesicht mit einem Lächeln heim zu nehmen, dass einen wärmt. Weißt, was ich meine?

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